Leitbild

Der life award soll ein Stück dazu beitragen, die Vision einer Gesellschaft umzusetzen, in der Gleichbehandlung und Inklusion keine leeren Schlagworte, sondern gelebte Realität sind.

 

2015 ist der life award in einen Evolutionsprozess getreten, um in den kommenden 10 Jahren bewusst das Thema „Barrierefreiheit“ zu diskutieren und gezielt Öffentlichkeitsarbeit und konkrete Maßnahmen im Umgang mit behinderten Menschen auf Augenhöhe zu setzen.

life award folgt in der Ausrichtung seiner Veranstaltung der Europäischen Behindertenstrategie 2010-2020 und der UN-Behindertenrechtskonvention, speziell in folgenden Themenbereichen:
Art.8 Abs.1: Die Vertragsstaaten verpflichten sich, sofortige, wirksame und geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um (b) Klischees, Vorurteile und schädliche Praktiken gegenüber Menschen mit Behinderungen, einschließlich aufgrund des Geschlechts oder des Alters, in allen Lebensbereichen zu bekämpfen;
Art.8 Abs.2: Zu den diesbezüglichen Maßnahmen gehören (c) die Aufforderung an alle Medienorgane, Menschen mit Behinderungen in einer dem Zweck dieses Übereinkommens entsprechenden Weise darzustellen;
Art.9 Abs.1: Um Menschen mit Behinderungen ein selbstbestimmtes Leben und die volle Teilhabe in allen Lebensbereichen zu ermöglichen, treffen die Vertragsstaaten geeignete Maßnahmen mit dem Ziel, für Menschen mit Behinderungen den berechtigt mit anderen Zugang zur physischen Umwelt, zu Transportmitteln, Information und Kommunikation, einschließlich Informations- und Kommunikationstechnologien und -systemen, sowie zu anderen Einrichtungen und Diensten, die der Öffentlichkeit in städtischen und ländlichen Gebieten offenstehen oder für sie bereitgestellt werden, zu gewährleisten.

life award versteht sich als Botschafter für Barrierefreiheit. Diese kann in mehreren Arten stattfinden:

  • Aufbau von „role models“ für Menschen mit Behinderung, die den weiten Weg der Akzeptanz bestritten und die „Herausforderung Leben“ angenommen haben, um damit andere Menschen in derselben Situation zu motivieren.
  • Barrierefreiheit im klassischen Sinne: Überwindung von Barrieren in der Umwelt, der Sprache, der gesellschaftspolitischen Auseinandersetzung.

Im Rahmen des Themas Barrierefreiheit werden Organisationen, Ideen etc. vom life award ausgezeichnet. Es geht nicht darum, Menschen mit Behinderung zu prämieren, sondern Repräsentanten auszuzeichnen, die sich im Rahmen ihres Engagements, ihrer beruflichen Tätigkeit, ihrer Persönlichkeit im Sinne der Barrierefreiheit verdient gemacht haben. Unabhängig davon, ob sie selbst eine Behinderung haben oder nicht.

In den nächsten Jahren werden folgende Themenbereiche im Sinne des Hauptthemas „Barrierefreiheit“ aktiviert werden:

  • Mobilitätsbeeinträchtigte Menschen
  • Blinde Menschen und Menschen mit Sehbehinderung
  • Menschen mit Lernschwierigkeiten und kognitiven Beeinträchtigungen – Leichte Sprache
  • Gehörlose Menschen und Menschen mit Hörbeeinträchtigung
  • Barrierefreiheit und soziales Verhalten (Personalschulungen etc.)
  • Barrierefreiheit und Sprache (z.B. Medienanalyse über 1 Jahr)
  • Altersbehinderung und Barrierefreiheit

Die gewonnenen Gelder (Sponsoren, Tischverkäufe, Spenden, Tombola etc.) werden für die Projektkosten (Veranstaltung, Öffentlichkeitsarbeit, Fachgremium etc.) eingesetzt. Zusätzlich wird ein im Vorhinein definierter Betrag gezielt in „Barrierefreiheit“ reinvestiert: „life award realisiert im Sinne der Barrierefreiheit“ – konkret werden Rampen gebaut, Gebäude sehbehindertengerecht adaptiert werden etc. Das konkrete Projekt wird vom Fachbeirat jährlich festgelegt und budgetiert.

Begegnung auf Augenhöhe, Bekenntnis zu einem selbstbestimmten Leben und eine gleichberechtigte mediale Darstellung von Menschen mit Behinderung zählen zu den Grundwerten und Hauptaufgaben von life award.

Der life award hebt sich grundsätzlich von anderen Initiativen ab, weil er die Vision eines inklusiven Gesellschaftsbildes verfolgt, ohne dabei Menschen mit Behinderung als andersartige (vom Schicksal verfolgte) Gruppe in den Vordergrund zu stellen. Der life award zeigt die Leistungen und die menschlichen Stärken und verzichtet dabei bewusst auf die Reproduktion von Mitleid oder die Generalisierung von übertriebenen Zuschreibungen von Eigenschaften.